ZAHNERSATZ – Kronen, Brücken, Prothesen?

Festsitzender Zahnersatz

Ist Zahnersatz indiziert, ist meist ein größerer Defekt vorhanden, der nicht mehr nur mit einer Füllung behoben werden kann.
Zahnersatz wird heutzutage nach Möglichkeit metallfrei hergestellt (Keramik).
Ist lediglich ein Einzelzahn beschädigt, kann dieser mit einer Einzelkrone bzw. Teilkrone aus Keramik, auf ausdrücklichen Wunsch auch aus Metall, versorgt werden.
Bei Zahnlücken werden Brücken hergestellt, indem die lückenangrenzenden Zähne mit überkront werden müssen (auch hier meist aus Keramik).

Durch verschiedene Varianten der Brückenversorgung ist zahnerhaltendes und zahnschonendes Arbeiten möglich.

Sogenannte Inlay- oder Schwebebrücken sind meist bei kleineren Zahnlücken oder in der Zahnfront gegeben.

Der Vorteil: Der gesunde Zahn wird nicht oder nur minimal abgeschliffen. Gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten und die Inlay- bzw. Schwebebrücke wird adhäsiv befestigt (geklebt).
Diese Varianten sind leider nicht immer möglich, wir arbeiten stets im Sinne der Zahnerhaltung und versuchen so wenig wie möglich vom natürlichen Zahn abzutragen.

Wir werden sämtliche Möglichkeiten mit Ihnen zusammen in Betracht ziehen.

Herausnehmbarer Zahnersatz

Ist der Ober- bzw. Unterkiefer weitgehend zahnlos, wird eine Teil- oder sogar Totalprothese unumgänglich. Teilprothesen können mit festsitzendem Zahnersatz kombiniert werden. Dann spricht man von festsitzendem/herausnehmbaren Kombizahnersatz.
Bei einem kurzfristigen Zahnverlust durch Unfall oder längerer Krankheit werden einfache Kunststoffprothesen mit gebogenen/gegossenen Klammern angefertigt. Dieses wird heute fast nur noch als provisorische Zwischenlösung eingesetzt, etwa zur Abheilung der Extraktionswunden, in denen eine endgültige Versorgung erst nach ca. 6 bis 8 Wochen möglich ist. Eine Modellgussprothese wird mit ihren Halte- und Stützelementen aus einem Stück gegossen. Auf der jeweiligen Basis werden dann Keramik- oder Kunststoffzähne angebracht.

Die Pflege der Prothese ist einfach in der Handhabung, das Einsetzen und Herausnehmen ebenfalls. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich bei weiterem Zahnverlust die Modellgussprothese leicht erweitern lässt.
Kombinierte Versorgung kann man sich vorstellen wie bei einem Schloss und dem dazugehörigen Schlüssel.
Der festsitzende Teil im Mund (Schloss) wird mit sogenannten Teleskopkronen, die als Halteelement dienen, versorgt. Das sogenannte Sekundärteil (Schlüssel) der Teleskopkronen wird aber in der herausnehmbaren Prothese verankert.
Die Vorteile hier sind: Leichtes Einsetzen und Herausnehmen der Prothese, gute Möglichkeiten der Reinigung, auch noch nach Jahren eine sehr gute Haltbarkeit und bei späterem Zahnverlust, kann man die Prothese umarbeiten.

 

Totalprothese

Eine Totalprothese wird erforderlich, wenn im Kiefer kein Zahn mehr vorhanden ist. Sie saugt sich auf der Schleimhaut des Kieferkamms fest. Man spricht hier von „schleimhautgelagert". Es funktioniert allerdings nur, wenn man diesen Kieferkamm mithilfe eines Spezialabdruckverfahrens abformt, die Prothese präzise aufsitzt und nicht wackelt.
Das Anpassen einer Totalprothese und natürlich auch das Akzeptieren und Wohlfühlen mit den „Dritten", kann manchmal ein wochenlanger Prozess sein. Bitte sprechen Sie mit uns!

 

Was tun, wenn die Prothese wackelt oder drückt?

Ist der Sitz Ihrer Prothese nicht optimal, kann es zu sogenannten Druckstellen kommen. Dies sind weißliche, entzündliche Flecken, die mitunter äußerst schmerzhaft sein können.
Sehr häufig treten Druckstellen nach Eingliederung einer neuen Prothese in der Gewöhnungsphase auf. Durch Nacharbeiten (Abschleifen) können diese beseitigt werden.
Es kann auch sein, dass durch ständigen Druck der Prothese nach Jahren der Kieferknochen schwindet. Oftmals passiert dies auch nach einem Gewichtsverlust oder einem Krankenhausaufenthalt.


Sollte der Halt Ihrer Prothese nicht mehr gegeben sein, bitte wenden Sie sich an uns. Haftcremes sind prinzipiell nicht nötig, da eine Prothese auch ohne gut sitzen sollte. Mit einer einfachen Unterfütterung kann meist schon Abhilfe geschaffen werden.

 

Wie Pflege ich meine „Dritten"?

- Dritte Zähne brauchen genauso viel Pflege wie natürliche Zähne
- Grundsätzlich werden die "Dritten" am besten auch mit Wasser, Zahnpasta und einer normalen Zahnbürste nach jeder Mahlzeit gereinigt
- kleiner herausnehmbarer Zahnersatz sollte vorsichtig über dem geschlossenen Waschbecken gesäubert werden, damit er nicht im Ausguss verschwindet. Lassen Sie Wasser ins    
  Waschbecken oder legen Sie ein Handtuch darunter.
- Reinigungstabletten sollten nur eine zusätzliche Hilfe sen und nicht für die Reinigung genutzt werden
- Teilzahnersatz sollte nach der Reinigung auch nachts getragen werden.- auch für Prothesenträger ist ein halbjährlicher Besuch beim Zahnarzt unerlässlich. Hier werden professionell
  Zahnbeläge entfernt und darüber hinaus werden frühzeitige Veränderungen an der Mundschleimhaut erkannt
- die Pflegeutensilien sind die gleichen wie bei natürlichen Zähnen: Zahnbürste, Zahnpasta und Interdentalbürsten bzw. Zahnseide
- Haftcreme oder nicht, das bleibt jedem selbst zu entscheiden. Prinzipiell sollte eine Prothese so gut sitzen, dass Haftmittel nicht nötig werden

Sollten Sie Fragen haben, oder bei Ihnen Zahnersatz notwendig werden, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Wir besprechen und erörtern gerne alle Möglichkeiten mit Ihnen.

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